mid Groß-Gerau - Hyundai testet im Gangnam Viertel in Seoul einen RoboRide-Vermittlungsdienst mit batterieelektrischen Ioniq 5 samt selbst entwickelter autonomer Fahrtechnologie der Stufe 4. Hyundai
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Lars Wallerang - 10. August 2023, 10:55 Uhr NEWS
Zustimmung zum autonomen Fahren nur bedingt
Nicht einmal die Hälfte der Befragten einer Studie kann sich fürs autonome Fahren erwärmen (47 Prozent). Aber auch diese Zustimmung ist an Bedingungen geknüpft.
Nicht einmal die Hälfte der Befragten einer Studie kann sich fürs autonome Fahren erwärmen (47 Prozent). Aber auch diese Zustimmung ist an Bedingungen geknüpft. Ein entscheidendes Kriterium für die Akzeptanz ist, ob sich beim autonomen Fahren die Unfallgefahr gegenüber heute verändert.
So wollen knapp ein Drittel (32 Prozent) "unter keinen Umständen" der Einführung autonom fahrender Autos zustimmen. Sollte aber durch autonom gelenkte Autos die Unfallgefahr nicht gegenüber heute steigen, sind neun Prozent für eine Einführung, weitere 18 Prozent sind dafür, wenn die Unfallgefahr nur etwas sinkt und zusätzliche 20 Prozent, wenn durch die Autos die Unfallgefahr gegen Null geht. Das sind Ergebnisse einer Sonderauswertung der Huk-Mobilitätsstudie 2023, durch die mehr als 4.000 Personen ab 16 Jahren repräsentativ und zeitgleich in allen 16 Bundesländern zu Mobilitätskonzepten der Zukunft befragt wurden.
"Autonomes Fahren hat nur dann eine Chance auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung, wenn es das Fahren sicherer macht", resümiert Dr. Jörg Rheinländer, Vorstand beim Versicherungsunternehmen Huk Coburg. Bei der Bewertung des autonomen Fahrens gebe es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Altersgruppen und auch Bundesländern. Frauen seien gegenüber dem autonomen Fahren weit zurückhaltender als Männer: 36 Prozent der Frauen würden die Einführung autonom fahrender Autos generell ablehnen. Bei Männern seien es nur 29 Prozent.
Noch stärker sind die Unterschiede der Umfrage zufolge zwischen den Generationen. Während nur 24 Prozent der Erwachsenen unter 55 Jahren autonom fahrende Autos generell ablehnen, sind es bei den Älteren beinahe doppelt so viele (43 Prozent). Die breiteste Ablehnungsfront gegen autonom fahrende Autos gibt es laut HUK-Untersuchung in Schleswig-Holstein (40 Prozent) und Brandenburg (39 Prozent). Im Saarland dagegen opponieren nur 24 Prozent gegen das autonome Fahren, in Bayern 28 Prozent.
Der Weg zum autonomen Fahren ist noch weit. Doch die Technologien werden immer feiner. Beispiel Hyundai: Der südkoreanische Konzern testet im Gangnam Viertel in Seoul einen RoboRide-Vermittlungsdienst mit batterieelektrischen Ioniq 5 samt selbst entwickelter autonomer Fahrtechnologie der Stufe 4. Sicherheit wird dabei freilich groß geschrieben.
Dieser Artikel aus der Kategorie NEWS wurde von Lars Wallerang am 10.08.2023, 10:55 Uhr veröffentlicht.
