MOTOR-EXCLUSIVE

Rudolf Huber - 30. September 2021, 13:48 Uhr AUTOMOBIL

Jubiläum: Porsche-Entwicklungszentrum wird 50

Die Denk- und Test-Zentrale von Porsche hat ihr erstes halbes Jahrhundert geschafft: Am 1. Oktober 1971 ging das Entwicklungszentrum Weissach, kurz EZW, offiziell in Betrieb. 'Seither steht das EZW für innovative Fahrzeuge und intelligente Entwicklungsleistungen', heißt es bei Porsche.


Die Denk- und Test-Zentrale von Porsche hat ihr erstes halbes Jahrhundert geschafft: Am 1. Oktober 1971 ging das Entwicklungszentrum Weissach, kurz EZW, offiziell in Betrieb. "Seither steht das EZW für innovative Fahrzeuge und intelligente Entwicklungsleistungen", heißt es bei Porsche.

Das Areal des EZW umfasst aktuell eine Fläche von rund 100 Hektar. 6.700 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt. Kein Vergleich mit der ursprünglichen Anlage mit einer Kreisbahn und weiteren Versuchsstrecken, auf denen die Prototypen bis zur Belastungsgrenze getestet werden konnten. So wurde etwa der Porsche 901 hier zur Marktreife gebracht.

Nach der Porsche-Entwicklungsabteilung inklusive dem werkseigenen Motorsport zog 1972 die Abteilung Porsche Style nach Weissach. Bis Mitte der 1980er-Jahre entstanden unter anderem ein Messzentrum für Umwelttechnik und ein Prüfgebäude für Motoren und Aggregate. Im Mai 1986 eröffnete Porsche den seinerzeit modernsten Windkanal weltweit.

"Seit 2010 haben wir einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in den Bau neuer Gebäude und Anlagen investiert. Für weitere Projekte steht ebenfalls eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe bereit", erklärt Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG. Aktuell entstehen im Süden des Entwicklungszufahrt eine zweite Zufahrt, ein Gesamtfahrzeug-Prüfgebäude, ein Zentrum für Sicherheitsversuche sowie ein Klimawindkanal. Bis 2025 wird der Standort um zwölf Hektar erweitert.

In Weissach werden Fahrzeuge von der ersten Zeichnung bis zum fertigen Prototyp entwickelt, erprobt und für die Serienfertigung vorbereitet. Hier läuft das volle Programm: Design und Konzeption, Modellbau und erste Prototypen, Prüfung von Aerodynamik, Akustik und Elektronik, Entwicklung von Antriebssystemen, Lenkungen und Fahrwerken über Sicherheitsversuche und Erprobungen bis hin zur eigenen Teststrecke sowie der Motorsport-Abteilung von Porsche.

Dieser Artikel aus der Kategorie AUTOMOBIL wurde von Rudolf Huber am 30.09.2021, 13:48 Uhr veröffentlicht.