MOTOR-EXCLUSIVE

Rudolf Huber - 11. Dezember 2019, 13:42 Uhr NEWS

ADAC fordert Erleichterungen für private Ladestationen

Einen wichtigen Hebel zur Durchsetzung der E-Mobilität sieht der ADAC aktuell noch stiefmütterlich behandelt. Nicht nur das öffentliche, sondern auch das heimische Ladenetz müsse ausgebaut werden. Denn eine größere Zahl an frei zugänglichen Ladesäulen alleine reiche nicht aus. Nötig sind laut des Clubs auch Erleichterungen beim Einbau privater Ladesäulen.


Einen wichtigen Hebel zur Durchsetzung der E-Mobilität sieht der ADAC aktuell noch stiefmütterlich behandelt. Nicht nur das öffentliche, sondern auch das heimische Ladenetz müsse ausgebaut werden. Denn eine größere Zahl an frei zugänglichen Ladesäulen alleine reiche nicht aus. Nötig sind laut des Clubs auch Erleichterungen beim Einbau privater Ladesäulen.

Klare ADAC-Forderung: Das Laden von E-Autos muss alltagstauglicher und komfortabler werden. Etwa durch schnelle und umfassende Informationen darüber, ob Ladesäulen frei, belegt oder gar defekt sind. Dazu müssten Ladeleistung und Tarife bereits vorab erkennbar sein. Aktuell, so ergab eine ADAC-Untersuchung im ganzen Bundesgebiet, sind die E-Säulen zwar meist technisch in Ordnung. Sie zeigen aber Schwächen beim Thema Service: "Bedienkomfort, Informationen und Preistransparenz sind noch weit entfernt von den Standards herkömmlicher Zapfstellen", resümiert ein Club-Sprecher.

Ein weiteres wichtiges Anliegen: Wohnungseigentumsgesetz und Mietrecht müssen deutlich schneller als geplant geändert werden. Denn bisher hemmen die Bestimmungen den Einbau von Lademöglichkeiten in Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern noch erheblich. So kann bisher eine Gegenstimme in einer Eigentümergemeinschaft eine Installation verhindern. Dazu müssen laut ADAC auch Mieter einen Anspruch auf die Installation einer Lademöglichkeit haben.

Die ADAC-Vizepräsidenten für Verkehr und Technik, Gerhard Hillebrand und Karsten Schulze prophezeien: "Unter den jetzigen Umständen wird es kaum gelingen, die Elektromobilität für alle Interessierten nutzbar zu machen." Für Verbraucher sei es essentiell, dass sie ihr Fahrzeug unkompliziert zu Hause laden könnten. Der Großteil der Ladevorgänge von Privatnutzern fände zu Hause statt. Es müssten die Installation von Ladeinfrastruktur in Bestandsimmobilien erleichtert und das Miet- und Wohneigentumsrecht angepasst werden.

Dieser Artikel aus der Kategorie NEWS wurde von Rudolf Huber am 11.12.2019, 13:42 Uhr veröffentlicht.