MOTOR-EXCLUSIVE

Max Friedhoff/SP-X - 8. April 2018, 13:09 Uhr AUTOMOBIL

Aston Martin Vantage - Mit Schwaben-Power

Mit gut 150.000 Euro ist der Vantage das Einstiegs-Modell von Aston Martin. Nach zwölf Jahren steht nun die Ablösung für den kleinen Briten in den Startlöchern: Wie beim großen Bruder, leistet auch beim hier Mercedes Schützenhilfe.

Wenn es ein Adjektiv gibt, das fast jeder mit Aston Martin verbindet, dann ist es: schön. Die Neuauflage des Vantage dürften auch Nicht-Aston-Fans auf der Straße sofort als solche erkennen! Sie orientiert sich stark am letzten James-Bond-Auto DB11, das im Film Spectre zum Einsatz kam.

Auffällig ist vor allem die schier unendlich große Kühleröffnung. Schlundartig aufgerissen und von Carbon eingerahmt, reicht der Lufteinlass quasi bis zur Straße, einzig ein breiter Splitter passt noch zwischen Asphalt und den vergitterten Kühlergrill. Die Motorhaube haben die Designer stark konturiert, die LED-Scheinwerfer fallen extrem klein aus. Auch an der Flanke hat sich Aston Martins Chef-Kreativer Marek Reichmann zu zahlreichen Kanten und Linien hinreißen lassen und ähnlich üppig wie die Kühleröffnung fallen die Luftauslässe am Heck aus.

Unter der Haube schlummert ein 375 kW/510 PS starker V8-Biturbo mit 685 Newtonmeter Drehmoment, der, wie schon beim großen Bruder DB11, von Mercedes-AMG zugeliefert wird. Den gut 1,6 Tonnen schweren Aston beschleunigt der Achtender in 3,6 Sekunden auf 100 km/h. Anders als AMG, die auf ihr eigenes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe vertrauen, flanschen die Engländer eine Achtgang-Automatik von ZF an den Motor - und für Puristen voraussichtlich auch ein manuelles Getriebe. Ein neues, elektronisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse sorgt dagegen dafür, dass auch in flotten Kurven genügend Kraft auf die Straße kommt.

Dass die Hinterräder später noch mehr Power übertragen dürfen, gilt übrigens als gesetzt; weitere Ausbaustufen des V8 werden folgen und auch der V12, der im DB11 447 kW/608 PS leistet, wird seinen Weg in den Vantage finden. Auch ein Vantage Roadster ist geplant.

Das Cockpit erscheint mit seinem abgeflachten Lenkrad, dem digitalen Kombiinstrument und der auffälligen, V-förmigen Mittelkonsole ziemlich futuristisch, dahinter steckt aber bewährte Technik. Wie schon beim DB11 vertraut Aston Martin auch in Sachen Infotainment-System auf Mercedes und übernimmt nicht nur den freistehenden Acht-Zoll-Bildschirm, sondern gleich noch den Command-Drehregler nebst Touchpad von den Stuttgartern.

(An die Redaktionen: Einen ausführlichen Fahrbericht sowie eine Kurzfassung veröffentlichen wir am Mittwoch, 11. April 2018.)

Dieser Artikel aus der Kategorie AUTOMOBIL wurde von Max Friedhoff/SP-X am 08.04.2018, 13:09 Uhr veröffentlicht.