Benjamin Bessinger/SP-X - 12. Mai 2017, 12:04 Uhr AUTOMOBIL
Ford GT - Hochleistung aus Tradition
Ford tritt wieder gegen Ferrari und Porsche an. Der Supersportwagen GT kann sich dabei nicht nur auf viel Leistung, sondern auch auf lange Tradition berufen.
Vorbild bei Design und Namensgebung ist der Rennwagen GT40, mit dem Ford 1966 die Vormachtstellung von Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans gebrochen hat. Hatte das Urmodell einen V8-Sauger, sorgt bei der Neuauflage ein V6-Biturbo für Vortrieb. Der 3,5-Liter-Motor leistet 482 kW/656 PS und wuchtet 756 Nm auf die Hinterräder. So katapultiert sich der Zweisitzer in 2,8 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind knapp 350 km/h möglich.
Eigentlich hat Ford den Wagen nur gebaut, um damit 50 Jahre nach dem triumphalen Dreifachsieg des ersten GT bei den 24 Stunden von Le Mans im Frühjahr 1966 noch einmal an der Sarthe anzutreten. Und dass sie nach dem neuerlichen Sieg jetzt tatsächlich ein Straßenauto bauen, liegt allein an den Vorgaben der Motorsportorganisation FIA, die eine Kleinserie zur Homologation verlangt.
Obwohl sich das Straßenauto vom Rennwagen nur genau so viel unterscheidet, wie es die Zulassungsvorschriften verlangen, taugt die Flunder sogar auf der Landstraße. Wer sich überwinden kann, der findet irgendwann auch den Komfort-Modus und lässt sich vom Navigationssystem nach draußen ins echte Leben leiten. Dabei entdeckt man nicht nur ein Hauch von Restkomfort, die Klimaanlage oder den schuhkartongroßen Kofferraum hinter dem Motor, sondern sogar Cupholder in der Mittelkonsole.
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