Michael Specht/SP-X - 28. März 2017, 11:46 Uhr AUTOMOBIL
VW e-Golf - Weiter geht's
Das Lifting für die VW-Golf-Familie kommt nun auch dem Elektromodell zu Gute. Dabei ändern sich nicht nur ein paar Äußerlichkeiten.
Die Änderungen finden sich vor allem unter dem Blech: So kommt der bislang 85 kW/115 PS starke E-Motor nun auf eine Leistung von 100 kW/136 PS. Das Drehmoment wächst von 270 auf 290 Nm. Noch wichtiger: die größere Batterie. Ihre Kapazität steigt von 24,2 auf 35,8 kWh, mithin um fast 50 Prozent. Entsprechend ändert sich die Normreichweite, die VW nun mit 300 statt zuvor 190 Kilometern angibt. In der Praxis soll der Elektrizitätsvorrat je nach Fahrweise und Wetter für rund 200 Kilometern reichen. Beim Strom sparen hilft zudem nun auch das Navigationssystem. Kommt beispielsweise eine Kurve, eine Abzweigung, ein Kreisverkehr oder ein neues Tempolimit, erscheint im Display der Hinweis ,,Fuß vom Gas" schon, bevor der Fahrer die Verkehrsänderung erkennt.
So toll die größere Batterie mit Blick auf die Reichweite im neuen e-Golf auch sein mag, so nachteilig ist sie, wenn man zu Hause nur eine normale Steckdose (2,3 kW) zum Laden hat. Dann dauert das Auffüllen der leeren Akkus über 15 Stunden. Wer also abends spät kommt und morgens früh wieder los muss, kriegt die Batterie nur halb voll. Sinnvoll ist da natürlich eine Wallbox. Sie kann maximal elf Kilowatt bereitstellen, kostet aber rund 900 Euro plus Montage durch einen Elektriker. Öffentliche Ladesäulen können teils bis zu 40 kW Gleichstrom in die Batterie drücken, was den Ladeprozess auf unter eine Stunde drücken würde.
Um das Laden unterwegs so einfach wie möglich zu gestalten, bietet VW eine sogenannte Charge & Fuel Card an. Über sie kostet Gleichstrom (DC) 11,90 Euro die Stunde, Wechselstrom (AC) 0,95 Euro/h bei minutengenauer Abrechnung. Wo die betreffenden Ladesäulen (zirka 4.000 in Deutschland) stehen, verrät eine App fürs Smartphone. Reichen großer Akku und Ladesäulen-Planer für eine vorgesehene Fahrt nicht aus, bietet VW allen Käufern eines e-Golf in den ersten zwei Jahren nach Zulassung bis zu 30 Tage im Jahr kostenlos einen Mietwagen aus dem aktuellen Modell-Portfolio. Ausgenommen ist nur der Touareg.
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