Wolfgang Schäffer - 5. März 2017, 11:16 Uhr AUTOMOBIL
Artega Scalo Superelletra - Elektrosportler mit über tausend PS
Artega lebt weiter. Auf dem Automobilsalon in Genf zeigt das bei Paderborn angesiedelte Unternehmen den Scalo Superelletra als Showcar. Der Sportwagen wird von vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 1.020 PS angetrieben. Ab 2019 soll der Wagen in Serie gehen.
Der nun auf dem Genfer Salon (9. - 19. März) vorgestellte Superelettra - ein Wortspiel aus Supperlegara (italienisch für ,,superleicht") und elettrica (italienisch für ,,elektrisch") - ist dagegen eine komplette Neukonstruktion. So misst der Wagen in der Länge mit 4,60 Meter glatte 60 Zentimeter mehr als der Vorgänger. Im Innenraum können so drei Personen reisen. Der Fahrer sitzt mittig vor dem Armaturenträger, die beiden Beifahrer nehmen dahinter Platz.
Die vier E-Motoren, zwei vorne und zwei hinten, mit einer Gesamtleistung von 1.020 PS sollen den Sportwagen in 2,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 300 km/h begrenzt. Die Motoren kommen ebenso von der Paragon-Tochter Voltabox, einem Batteriesystemhersteller, wie die Lithium-Ionen Batterien mit einer Leistung von 120 Kilowattstunden. Damit soll eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern möglich sein. Und das Aufladen soll ebenfalls schnell erfolgen. Vier Minuten werden angegeben, um weitere 100 Kilometer Reichweite in die Akkus zu laden, 17 Minuten dauert des den Angaben zufolge, bis die Batterien wieder zu 80 Prozent Energie gespeichert haben.
Mit dem Superelletra, der in Genf als Showcar zu sehen ist, erfüllt sich Frers aber nicht nur seinen Traum vom Sportwagen aus eigener Fertigung. Als Technologieträger eignet sich der Elektro-Sportler auch bestens, um die technologischen Qualitäten und Möglichkeiten seines Unternehmens Paragon herausstellen. Doch komplett allein kann auch Frers das Projekt nicht stemmen. Zwar sind Fahrzeugentwicklung und Endmontage am Firmensitz im ostwestfälischen Delbrück angesiedelt. Doch die Karosserie aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und Aluminium wird zuvor vom italienischen Partner, dem Kleinserienhersteller Touring Superleggera aus Mailand, gefertigt und lackiert.
Über den Preis für den Artega Scalo Superelletra, von dem nur höchstens 50 Exemplare gebaut werden sollen, mag man sich bei Artega derzeit noch nicht äußern. Spekuliert wird über eine Zahl irgendwo zwischen 500.000 und einer Million Euro.
Dieser Artikel aus der Kategorie AUTOMOBIL wurde von Wolfgang Schäffer am 05.03.2017, 11:16 Uhr veröffentlicht.
