MOTOR-EXCLUSIVE

Ralf Loweg - 6. Januar 2017, 12:50 Uhr SERVICE

Ford holt Alexa an Bord

Bei Ford sorgt ''Alexa'' für frischen Wind. Dabei handelt es sich um den sprachgesteuerten Assistenz-Service von Amazon. Die beiden Unternehmen ziehen jetzt in Sachen Konnektivität an einem Strang.

Bei Ford sorgt "Alexa" für frischen Wind. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Schwester des Wetter-Miesepeters "Axel", sondern um den sprachgesteuerten Assistenz-Service von Amazon. Die beiden Unternehmen ziehen in Sachen Konnektivität jetzt an einem Strang. "Alexa" werde über die AppLink-Funktion des Konnektivitätssystems Ford SYNC 3 eingebunden, heißt es. Und das ermögliche im Fahrzeug beispielsweise das Abspielen von Hörbüchern, Musik und Nachrichten, lokale Suchen und Navigation sowie das Bearbeiten von Amazon-Warenkörben, teilt Ford mit. Von der Alltagstauglichkeit dieses Systems können sich derzeit die Besucher der Elektronikmesse CES in Las Vegas ein Bild machen.

Doch "Alexa" kann noch mehr, wie beispielsweise die Steuerung von Smart-Home-Funktionen vom Fahrzeug aus. Das heißt: Über "Alexa" können nun Internet-gebundene Funktionen wie Licht, Alarmanlagen oder Garagentore von unterwegs bedient werden. Und durch sogenannte "Home-to-Car-Funktionen" lassen sich Motoren von Elektroautos starten, Türen ver- und entriegeln und Daten wie Kraftstoffvorrat oder elektrische Reichweite ablesen.

Die erste Phase der Integration von "Alexa" in Modelle von Ford beginnt jetzt in den USA. Ab dann lassen sich Fahrzeuge mit dem Konnektivitätssystem Ford SYNC 3 über Alexa-Eingabegeräte wie Amazon Echo, Echo Dot und Amazon Tap erreichen. Und wie funktioniert der Assistenz-Service? Fahrer drücken zur Aktivierung der Spracherkennung lediglich einen Knopf und sagen dann "Alexa". Danach können sie Fragen stellen beziehungsweise ihre Wünsche äußern. Das klingt eigentlich ganz einfach. Derzeit laufen hierzu Beta-Tests mit Ford-Mitarbeitern.

"Ford und Amazon teilen die Vision, dass jeder Mensch seine bevorzugten Mobilgeräte und Services mit seiner eigenen Stimme aufrufen und bedienen können sollte", erklärt Don Butler, Leitender Direktor Ford Connected Vehicle and Services. "In Kürze können unsere Kunden ihre Autos von zuhause aus starten und ihre vernetzten Wohnungen von unterwegs bedienen - so erleichtern wir Schritt für Schritt ihr Leben."

Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Ralf Loweg am 06.01.2017, 12:50 Uhr veröffentlicht.