MOTOR-EXCLUSIVE

Ralf Loweg - 25. November 2016, 11:41 Uhr MOTORSPORT

Formel-1-Showdown: Rosberg greift nach den Sternen

Für Mercedes steht schon vor dem Formel-1-Finale in der Wüste fest: Der neue Weltmeister wird einen Stern auf der Haube tragen. Denn der amtierende Champion Lewis Hamilton und Tabellenführer Nico Rosberg machen den Titelkampf 2016 zum internen Duell des Stuttgarter Autobauers. Nico Rosberg gibt sich vor dem Showdown in Abu Dhabi (27. November) äußerlich gelassen.


Für Mercedes steht schon vor dem Formel-1-Finale in der Wüste fest: Der neue Weltmeister wird einen Stern auf der Haube tragen. Denn der amtierende Champion Lewis Hamilton und Tabellenführer Nico Rosberg machen den Titelkampf 2016 zum internen Duell des Stuttgarter Autobauers. Nico Rosberg gibt sich vor dem Showdown in Abu Dhabi (27. November) äußerlich gelassen. Nein, es sei nicht das wichtigste Wochenende seiner Karriere, behauptet Nico Rosberg und schiebt sofort hinterher: "Das wurde mit der Geburt unserer Tochter klar."

Doch für Nico Rosberg steht in diesem einen Rennen unendlich viel auf dem Spiel. Er könnte sich erstmals zum Formel-1-Weltmeister krönen und damit in die Fußstapfen von Michael Schumacher und Sebastian Vettel treten. Sollte er diese Chance nicht nutzen, steht er als großer Verlierer fest. Sein Vorsprung auf den Mercedes-Kollegen Lewis Hamilton beträgt zwölf Punkte. Was bedeutet das für das Finale? Ganz einfach: Nico Rosberg reicht in Abu Dhabi bereits ein dritter Platz zum Titelgewinn. Selbst wenn Hamilton das letzte Rennen gewinnen sollte, könnte er dem Deutschen dann die Krone nicht mehr streitig machen.

Wie aber geht Rosberg mit dem Druck um? Schließlich muss er sich gegen den Ruf wehren, der ewige Zweite zu sein. "Ich habe ein gutes Gefühl, hatte eine schöne Zeit mit der Familie, habe gut trainiert", sagt der 31-Jährige. Und wie wird seine Taktik sein, er muss ja nicht um jeden Preis gewinnen? "Ich fahre auf Sieg", betont der Mercedes-Pilot. Angst vor dem Versagen habe er keine. "Warum Angst? Das ist eine Mega-Situation. Warum soll ich da Angst haben?", versichert Rosberg. Angst sei keine gute mentale Ausrichtung. Er ist davon überzeugt, dass diese Versagensängste auch zehn Sekunden vor dem Start nicht aufkommen werden "Und ich kenne mich sehr gut, denn durch diesen Sport lernst du dich sehr gut kennen."

Das klingt so, als hätte Nico Rosberg vor dem Saisonfinale einige Sonderstunden bei einem Mentaltrainer genommen, kommentiert das Internetportal "motorsport-total.com". Doch das sei nicht der Fall gewesen, versichert der Rennfahrer: "Ich verlasse mich da eher auf mein Bauchgefühl. Und das fühlt sich gut an." Mal sehen, wie das nach der ersten Kurve aussieht. Da kann sich die Weltmeisterschaft bereits entscheiden. Denn wer da die Nase vorne hat, der könnte am Ende auch als Sieger über die Ziellinie fahren. Das haben die beiden Mercedes-Piloten in diesem Jahr schon mehrfach demonstriert.

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Ralf Loweg am 25.11.2016, 11:41 Uhr veröffentlicht.