Ralf Loweg - 14. November 2016, 13:47 Uhr SERVICE
Wenn der Wohnwagen Winterschlaf hält
Sommer und Sonne - darauf fahren Besitzer von Wohnwagen oder Reisemobilen alljährlich ab. Was aber, wenn Väterchen Frost vor der Tür steht? Da heißt es für das Reisemobil: Ab in den Winterschlaf. Vorher sind aber noch ein paar Tipps zu beachten.
Sommer und Sonne - darauf fahren Besitzer von Wohnwagen oder Reisemobilen alljährlich ab. Was aber, wenn Väterchen Frost vor der Tür steht? Da heißt es für das Reisemobil: Ab in den Winterschlaf. Damit das Camping-Fahrzeug die dunkle Jahreszeit unbeschadet übersteht, müssen die Besitzer einige Ratschläge beachten. Zunächst gilt es, die Lackschäden auszubessern sowie den Unterboden zu säubern und auf Schäden zu kontrollieren, erklären ADAC-Experten.
Die Gummi- und Türdichtungen sollten mit Silikon gepflegt werden. Und Gelenke vom Bremsgestänge sowie Scharniere der Kurbelstützen lieben es, wenn man sie vor dem langen Winterschlaf noch mal richtig schön einfettet. Dann heißt es: Vorzelt und Polster trocken und sauber lagern. Alle Schränke und Staufächer müssen geleert sowie Türen und Klappen geöffnet werden, damit die Luft zirkulieren kann. Experten raten, Wasserbehälter, Wasserleitungen sowie Pumpen, Filter und Warmwasserboiler zu entleeren, damit der Frost nichts zerstört.
Nach dieser Sonderbehandlung, sollten Caravan und Wohnmobil in einem trockenen Raum abgestellt werden. Wer im Freien parken muss, der sollte auf einen geeigneten Stellplatz achten und atmungsaktive Abdeckplanen benutzen. Dabei gilt es, den Caravan so hoch aufzubocken, sodass die Räder völlig entlastet sind und sich frei drehen können. Ist das nicht möglich, sollten die Reifen laut ADAC durch Herunterkurbeln der Stützen entlastet und der Luftdruck um 0,5 bar über Normaldruck erhöht werden.
Bei Wohnmobilen sollten zusätzlich die Batterien abgeklemmt und der Kühlerfrostschutz (bis -30 Grad) überprüft werden. Um Korrosionsschäden zu vermeiden, bleibt der Treibstofftank gefüllt. Das Fahrzeug wird mit eingelegtem Gang abgestellt, damit es nicht wegrollt, die Handbremse aber bleibt gelöst, damit sie nicht einfriert. Bei einer derart liebervollen Betreuung übersteht das Reisemobil den bitterkalten Winter ohne Frostbeulen. Und: Der nächste Sommer kommt bestimmt.
Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Ralf Loweg am 14.11.2016, 13:47 Uhr veröffentlicht.
