Ralf Loweg - 13. Oktober 2016, 12:56 Uhr SERVICE
So kommen Schulkinder sicher durch den Verkehr
Die Aufregung der Kinder ist groß, die Angst der Eltern noch größer: Ganz allein machen sich die Kleinen jeden Morgen auf den Weg zur Schule. Dabei lauern die Herausforderungen im wahrsten Sinne des Wortes an jeder Straßenecke. Denn die kleinen Kinderaugen sehen die Welt und den Straßenverkehr anders.
Die Aufregung der Kinder ist groß, die Angst der Eltern noch größer: Ganz allein machen sich die Kleinen jeden Morgen auf den Weg zur Schule. Dabei lauern die Herausforderungen im wahrsten Sinne des Wortes an jeder Straßenecke. Denn die kleinen Kinderaugen sehen die Welt und den Straßenverkehr anders.
Trotz Bus und Bahn: 43 Prozent der deutschen Grundschüler gehen laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt zu Fuß zur Schule. Auf das Fahrrad sollten die Schulkinder - nach Ansicht der Verkehrsexperten - erst ab einem Alter von acht oder neun Jahren umsatteln. Vor allem aber sind die Eltern gefordert. Sie sollten gerade am Anfang dafür sorgen, dass ihre Kinder nicht ohne Aufsicht unterwegs sind. Das heißt: Am besten begleiten sie die Kinder, zeigen ihnen den sichersten Weg zur Schule und geben zusätzlich Tipps für sicheres Verhalten im Straßenverkehr.
Doch worin besteht die größte Gefahr für (Schul-)Kinder im Straßenverkehr? Zunächst einmal bewegen sie sich nicht so sicher und routiniert im Straßenverkehr - weil ihnen die Erfahrung fehlt. " Kinder kennen die Verkehrsregeln oft noch nicht richtig und lassen sich zudem schnell ablenken", sagt Versicherungsexperte Frank Bärnhof von CosmosDirekt im mid-Interview. "Im Gegensatz zu Erwachsenen können sie nicht über parkende Autos hinwegschauen und auch die Entfernung bzw. Geschwindigkeit eines Fahrzeuges noch nicht so gut einschätzen."
Besondere Vorsicht sei auf dem Gehweg an Toreinfahrten oder Garageneinfahrten geboten, so Frank Bärnhof. Insbesondere die Stellen, an denen die Straße überquert werden müsse, sollten mit ihnen geübt werden. Schulanfänger sollten darüber hinaus helle oder reflektierende Kleidung und einen Schulranzen mit Reflektor tragen, damit sie von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden.
Passiert trotz aller Vorsicht auf dem direkten Schul- beziehungsweise auf dem Nachhauseweg ein Unfall, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung. Doch Achtung: Besucht der Nachwuchs beispielsweise nach der Schule einen Freund oder eine Freundin, ist er auf diesem Umweg grundsätzlich nicht versichert, erläutert der Experte von CosmosDirekt. "Eine private Unfallversicherung ist für solche Fälle stets hilfreich. Sie sichert die Folgen eines Unfalls finanziell ab, sowohl auf dem direkten wie auch indirekten Schulweg - und auch in der Freizeit."
Schrammt das Kind zum Beispiel mit seinem Fahrrad an einem Auto entlang, so ist das ein Fall für die private Haftpflichtversicherung. Sie sei laut CosmosDirekt eine der wichtigsten Policen für Familien und komme für Schäden auf, die man fahrlässig anderen zufügt. Und noch etwas sollten Eltern wissen: Sind Kinder jünger als 7 Jahre, können sie für Schäden nicht persönlich haftbar gemacht werden. Im fließenden Straßenverkehr liegt diese Altersgrenze bei 10 Jahren. "Rein rechtlich müssen Eltern nicht für die Schäden ihrer Kinder aufkommen, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Dennoch fühlen sich viele moralisch verpflichtet, den Schaden auszugleichen. Die meisten Versicherer bieten für solche Fälle spezielle Familientarife an", sagt Frank Bärnhof.
Oberhalb dieser Altersgrenze bis zum vollendeten 18. Lebensjahr richtet sich die Haftung des Minderjährigen nach dem Grad der zur Verantwortlichkeit erforderlichen Einsicht. In diesen Fällen kann es zu sogenannten "Haftungsquotelungen" kommen, das heißt, jeder der Beteiligten erhält einen Teil seines Schadens ersetzt.
Ralf Loweg
Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Ralf Loweg am 13.10.2016, 12:56 Uhr veröffentlicht.
