Mirko Stepan - 18. Juli 2016, 16:21 Uhr MOTORSPORT
Peugeot: Mit neuem Partner ins Glück
Das Rallye-Jahr 2016 steht auch ein bisschen im Zeichen des Löwen. Denn den ersten Peugeot-Paukenschlag gab es mit dem Erfolg bei der berühmten Rallye Dakar. Auch beim Offroad-Abenteuer entlang der Seidenstraße sind die Franzosen auf der Überholspur. Und jetzt ist sogar in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) der Löwe los. Wie kommt das?
Auch wenn VW in der Weltmeisterschaft von Sieg zu Sieg eilt, so steht das Rallye-Jahr 2016 auch ein bisschen im Zeichen des Löwen. Den ersten Peugeot-Paukenschlag gab es Anfang des Jahres mit dem Erfolg bei der berühmten Rallye Dakar. Auch beim Offroad-Abenteuer entlang der Seidenstraße sind die Franzosen auf der Überholspur. Und jetzt ist sogar in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) der Löwe los. Das Team Peugeot Romo fährt um Siege und um den ersten Platz in der Gesamtwertung mit. Das Besondere an der Erfolgsgeschichte: Das hessische Team Romo Motorsporttechnik ist erst in dieser Saison als Partner eingestiegen.
"Wir stehen auf dem Podium und sind mit dem Ergebnis zufrieden", sagt Peugeot-Fahrer Christian Riedemann (28) jetzt beim Zieleinlauf der Rallye Thüringen. Die Rallye auf Strecken im und um das thüringische Pößneck mit 10 anspruchsvollen Wertungsprüfungen über 138 Kilometer auf Asphalt hat die zweite Hälfte der DRM-Saison eingeläutet. Nach dem sechsten von zehn Läufen liegt das Peugeot-Duo Christian Riedemann/Lara Vanneste (26) auf Rang 2 der Gesamtwertung. Ein sehr gutes Ergebnis für das deutsch-belgische Duo, das für Peugeot nicht nur sportliche Erfolge einfahren, sondern auch das Markenmotto "Impress yourself" mit Leben füllen soll. "Unser junges Team passt zur Marke Peugeot. Wir wollen gemeinsam vorankommen und im Motorsport und als Marke gewinnen", sagt Ulrich Bethscheider-Kieser, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit von Peugeot Deutschland.
Um das zu erreichen, hat sich der Autobauer mit dem Löwen im Logo mit Romo Motorsporttechnik einen erfahrenen Partner gesucht. Teamchef Ronald Leschhorn ist seit über 35 Jahren im Rally-Sport aktiv, hat mit Legenden wie Walter Röhrl und Carlos Sainz zusammengearbeitet - und soll jetzt die junge Peugeot-Truppe an die Spitze führen. "Der 208 T16 ist mit seinem 280 PS starken 1,6-Liter-Turbomotor und Allradantrieb ein ideales Einsatzfahrzeug. Er hat schon international - unter anderem in der Rallye-Europameisterschaft - mit Siegen und Podestplätzen für Aufsehen gesorgt. Und an diese Leistungen wollen wir in Deutschland anknüpfen", sagt Technik-Fuchs Ronald Leschhorn, der am Auto auch gerne mal selbst Hand anlegt.
Jetzt, nach mehr als der Hälfte der Rennen und Platz zwei der Gesamtwertung, sollte der Teamchef doch rundum zufrieden sein? "Zielvorgabe ist natürlich immer der erste Platz. Wer auf Platz zwei landet, ist der erste Verlierer", sagt Leschhorn und macht klar, wohin die Reise im Peugeot 208 T16 gehen soll. Trotzdem betont er, dass das gesamte Team hervorragende Arbeit leistet. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass sie ein harter Konkurrenzkampf erwarten würde. Gerade im Hinblick auf die kurze Vorbereitungszeit, die das Team vor dem Saisonstart hatte, sei er sehr zufrieden mit der Entwicklung, so Leschhorn. Und auch mit Platz drei bei der Rallye Thüringen kann der Teamchef leben. "Unsere Aufgabe als Team ist es immer, keine Fehler zu machen. Wenn das klappt, ist eine Podiumsplatzierung bei der harten Konkurrenz eine super Sache."
Der nächste DRM-Lauf ist die ADAC Cosmo Rallye Wartburg (05. bis 07. August 2016), wo Christian Riedemann und seine belgische Co-Pilotin Lara Vanneste wieder versuchen werden, vor dem momentan führenden Skoda-Duo Fabian Kreim/Frank Christian zu landen. Das würde sicher nicht nur ihrem Teamchef gefallen.
Mirko Stepan
Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Mirko Stepan am 18.07.2016, 16:21 Uhr veröffentlicht.
