Thomas Schneider - 3. Juni 2016, 11:44 Uhr SERVICE
Tatort Autobahn: Die Krux mit dem Einfädeln
Eine stark befahrene Autobahn und Autos fast Stoßstange an Stoßstange: Da kann das Einfädeln schon mal zum Problem werden. Auch wenn die auf der Schnellstraße passierenden Fahrzeuge Platz lassen möchten, können sie es vielfach nicht, und dann geht dem Auffahrenden schnell der Beschleunigungsstreifen aus. Was ist dann zu tun?
Eine stark befahrene Autobahn und Autos fast Stoßstange an Stoßstange: Da kann das Einfädeln schon mal zum Problem werden. Auch wenn die auf der Schnellstraße passierenden Fahrzeuge Platz lassen möchten, können sie es vielfach nicht, und dann geht dem Auffahrenden schnell der Beschleunigungsstreifen aus. Was ist dann zu tun? Zumal der Standstreifen als verlängerte Beschleunigungsspur tabu ist.
"Kraftfahrer müssen in jedem Fall dem fließenden Verkehr Vorrang gewähren und notfalls anhalten, um dann mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand auf die rechte Fahrspur zu wechseln", sagt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrt-Experte von TÜV Rheinland: "Bei Auffahren auf die Autobahn gilt nicht das Reißverschlussverfahren." Das Prinzip des abwechselnden Einfahrens gilt nur, wenn Fahrspuren etwa wegen eines Hindernisses zusammengeführt werden.
Wichtig sei wie in fast allen Situationen im Straßenverkehr ein ausreichender Sicherheitsabstand. Auf keinen Fall darf sich der Fahrer mit Gewalt zwischen zwei Fahrzeuge drängeln. Die sicherste Methode: den linken Blinker setzen, zügig beschleunigen - ein Tempolimit auf der Beschleunigungsspur gibt es übrigens nicht-, dann den fließenden Verkehr in den Rückspiegeln und per Schulterblick im Auge behalten und dann mit ausreichend Abstand auffahren.
Und danach gilt es erst einmal, für einige Sekunden die Füße still zu halten, und zwar im Wortsinn. "Nach dem Einfädeln sollte man aus Sicherheitsgründen zunächst auf der rechten Spur weiterfahren und nicht direkt nach links ausscheren. Auch hier gilt: Erst wenn sich im Rückspiegel eine ausreichend große Lücke ergibt, die Fahrspur wechseln", erklärt TÜV Rheinland-Fachmann Sander.
Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Thomas Schneider am 03.06.2016, 11:44 Uhr veröffentlicht.
