Ralf Loweg - 11. Mai 2016, 17:22 Uhr SERVICE
Gewusst wie: So radeln Rentner sicher
Ob Alt oder Jung: Das sonnige Wetter macht vielen Menschen Lust auf eine Rad-Tour. Doch die Gefahren lauern überall, vor allem Senioren sind aufgrund ihres Alters besonders unfall- und verletzungsgefährdet. Mit ein paar Tipps kommen sie sicher durch den Straßenverkehr.
Ob Alt oder Jung: Das sonnige Wetter macht vielen Menschen Lust auf eine Rad-Tour. Doch die Gefahren lauern überall, vor allem Senioren sind aufgrund ihres Alters besonders unfall- und verletzungsgefährdet. "Viele Unfallursachen lassen sich jedoch vermeiden", sagt Professor Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU). So ereignen sich Fahrradstürze häufig, weil Senioren oft eine Tasche am Lenker mitführen. Deshalb: Das Gepäck gehört nach hinten in den Fahrradkorb oder in eine Fahrradtasche am Gepäckträger.
Damit Senioren sicher durch die Fahrrad-Saison kommen, geben Orthopäden und Unfallchirurgen weitere Tipps. An erster Stelle steht natürlich das Tragen eines Helms. Das senkt das Risiko einer Kopfverletzung. Ein vorhandenes Hörgerät sollte im Straßenverkehr stets eingeschaltet sein. Zudem sollte eine Hörminderung in regelmäßigen Abständen durch den Arzt abgeklärt werden. Festes Schuhwerk ist nicht nur für Senioren zwingend erforderlich. Und wer auf einem Elektrofahrrad unterwegs ist, der sollte mit angepasster Geschwindigkeit fahren.
Rentnern raten die Experten, regelmäßig Gymnastik zu machen: Denn mangelnde Beweglichkeit kann beim Aufsteigen und Absteigen zur Gefahr werden. Eine Warnweste oder helle Kleidung und Reflektoren sorgen dafür, dass Radfahrer rechtzeitig gesehen werden. Nicht zu vergessen ist eine regelmäßige Überprüfung des Rads auf Verkehrssicherheit. Für Senioren kann ein Fahrsicherheitstraining nicht schaden. Und: Kein Alkohol vor oder beim Fahrradfahren.
Kommt es dennoch zu einem Sturz, hat das gerade für Senioren fatale Folgen. "Möglicherweise erleidet ein junger Radler nach einem Unfall eine leichte Gehirnerschütterung. Bei einem älteren Radfahrer, der blutverdünnende Medikamente einnimmt, kann der gleiche Unfall jedoch zu einer schweren Hirnblutung oder sogar zum Tod führen", sagt Fahrrad-Unfallforscher Dr. Christian Juhra.
2014 gab es laut Statistischem Bundesamt 77.900 Fahrradfahrer, die bei einem Verkehrsunfall verletzt und von der Polizei erfasst wurden. 396 Radler verunglückten tödlich - über die Hälfte von ihnen war mindestens 65 Jahre alt.
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