Ralf Loweg - 8. April 2016, 11:33 Uhr MOTORSPORT
X-raid-Team besteht Wüsten-Abenteuer
Auch wenn sich die Hoffnung auf den Gesamtsieg nicht erfüllt hat, verließ das deutsche X-raid-Team die Wüste Abu Dhabis mit vielen positiven Erkenntnissen. Die Mannschaft aus dem hessischen Trebur belegte in der Gesamtwertung mit dem Mini All4 Racing die Plätze zwei bis fünf. Doch am siegreichen Toyota-Piloten Nasser Al-Attiyah führte bei dieser Rallye kein Weg vorbei. Der Katari gewann die fünfte und letzte Etappe und distanzierte seine Verfolger im Endklassement um mehr als eine halbe Stunde.
Auch wenn sich die Hoffnung auf den Gesamtsieg nicht erfüllt hat, verließ das deutsche X-raid-Team die Wüste Abu Dhabis mit vielen positiven Erkenntnissen. Die Mannschaft aus dem südhessischen Trebur belegte in der Gesamtwertung mit dem Mini All4 Racing die Plätze zwei bis fünf. Doch am siegreichen Toyota-Piloten Nasser Al-Attiyah führte bei dieser Rallye kein Weg vorbei. Der Katari gewann die fünfte und letzte Etappe und distanzierte seine Verfolger im Endklassement um mehr als eine halbe Stunde.
Die Überlegenheit des Gegners erkannte auch X-raid-Teamchef Sven Quandt fair an: "Wir können zufrieden mit dem Ergebnis sein, Nasser Al-Attiyah ist auf diesem Terrain einfach nicht zu schlagen." In der Tat: Der Toyota-Pilot spielte bei der rasanten Fahrt durch den Sand und über die Dünen von Beginn an seine Klasse und seine Erfahrung aus. Bester Fahrer der Mini-Armada war der Saudi Yazeed Al-Rajhi mit seinem deutschen Co-Piloten Timo Gottschalk auf Platz zwei. "Die Rallye war nicht einfach und durch die abgehackten Dünen auch recht risikoreich", bilanzierte Yazeed Al-Rajhi. Da der Mini für ihn noch neu ist, wollte er nicht zu stark angreifen. Doch dann stellte der Saudi fest: "Erst wenn man mit dem Fahrzeug schneller fährt und angreift, arbeitet die Aufhängung richtig."
Dahinter landete der Finne Mikko Hirvonen auf Position drei vor dem US-Amerikaner Bryce Menzies, der seine erste Wüsten-Rallye im Mini All4 bestritt. "Für Mikko war es wichtig, das Fahren in den Dünen zu lernen und wie man sehen konnte, ist er auch immer schneller geworden", lobte Teamchef Sven Quandt. Der Pole Jakub Przygonski kam auf Platz fünf ins Ziel, und Khalid Al Qassimi aus den Vereinten Arabischen Emiraten (UAE) schaffte als Siebter ebenfalls noch den Sprung unter die Top Ten. Der Russe Vladimir Vasilyev, der lange auf Rang zwei lag, musste nach einem Unfall auf der vorletzten Etappe die Rallye vorzeitig beenden.
Für Motorsport-Legende Jutta Kleinschmidt gab es bei dem Wüsten-Abenteuer ein versöhnliches Ende. Die 53-Jährige fuhr zusammen mit ihrer schwedischen Beifahrerin Tina Thörner zum Abschluss auf den achten Tagesrang und erreichte im Gesamtklassement die 25. Position. Jutta Kleinschmidt war allerdings nicht in einem Allrad-Mini unterwegs, sondern saß in einem Buggy mit Heckantrieb. Sie soll das X-raid-Team mit ihrer Erfahrung bei der Weiterentwicklung des Fahrzeugs unterstützen. "Mit einem guten Gefühl aus der Rallye zu gehen, ist sehr wichtig. Heute konnten wir zeigen, wo das Auto steht", sagte Jutta Kleinschmidt, fügte aber sofort hinzu: "Es liegt auch noch jede Menge Arbeit vor uns." Schon in wenigen Wochen wird sie den X-raid-Buggy bei der Rallye in Katar ein zweites Mal intensiv testen.
Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Ralf Loweg am 08.04.2016, 11:33 Uhr veröffentlicht.
