Ralf Schütze - 2. März 2016, 12:15 Uhr NEWS
Wie Ford begehrenswerter werden will
Auf drei Schwerpunkte setzt Ford Deutschland-Chef Bernhard Mattes: Die Luxus-Linie ''Vignale'', neue Performance-Modelle und stärkere Präsenz im boomenden SUV-Markt. Am Rande des Genfer Automobilsalons verrät der Topmanager, wie sich seine Marke in naher Zukunft stärker als bisher positionieren will.
Der dritte Schwerpunkt von Fords Messeauftritt auf dem Genfer Automobilsalon 2016 heißt laut Bernhard Mattes SUV: "Diese Segmente sind stark am wachsen. Und wir haben hier mit dem aufgewerteten EcoSport, der neuen Generation Kuga und dem Ford Edge eine breite Palette an Modellen." Das stimme Ford in Sachen SUV sehr optimistisch. Beim stark aufgefrischten Mini-SUV EcoSport hätten sich zuletzt in Deutschland die Auftragseingänge fast verdoppelt. Und nach den bisherigen Reaktionen auf den bevorstehenden Mittelklasse-SUV Ford Edge könne man davon ausgehen, dass der Neue sehr erfolgreich in den deutschen Markt starten werde. In den USA habe der Edge 2015 ein Plus von 30 Prozent verzeichnet.
Neben diesen drei Themen rangiere bei Ford auch die Konnektivität der Fahrzeuge weit vorne. Aktuelles Highlight: Sync 3. Die neueste Generation des Multimedia- und Infotainment-Systems sei laut Bernhard Mattes noch intuitiver und einfacher als bisher über Sprachsteuerung zu bedienen: "Sie können hier einfache Sätze sprechen, die sofort als Befehl verstanden werden. Auch stehen zusätzliche Apps zur Verfügung. Diese Weiterentwicklungen treiben wir voran, weil wir genau sehen, dass die Kunden das wollen. Sie wollen den Lebensraum, den sie zuhause gewohnt sind, genauso auch im Automobil ausleben." 15 Millionen Fahrzeuge seien weltweit mit der Sync-Technologie ausgestattet, bis 2020 sollen es laut Ford mehr als 40 Millionen sein.
Auch durch die Anzahl und die Qualität der Fahrassistenz-Systeme hebe sich Ford von anderen Marken ab. Vor allem, so Bernhard Mattes, weil auch die Volumen-Segmente wie etwa der Fiesta oder Focus mit solchen Systemen ausgestattet seien: "Das ist sicherlich im Wettbewerb sonst nicht so der Fall, da sind wir ganz weit vorne dran." Außerdem betreibe Ford heute die größte Flotte von Projektfahrzeugen, die autonomes Fahren erforschen. Und zum Thema Alternative Antriebe: In naher Zukunft werden nach Auskunft von Bernhard Mattes aus intensiven Forschungen und rund 4,5 Milliarden Euro Investitionen etwa 13 neue Modelle entstehen. "Nicht alle werden überall in jedem Markt angeboten. Aber in Europa und in Deutschland werden wir jedenfalls zahlreiche neue Angebote an Plug-in- und Hybrid-Modellen im Angebot haben, um unsere Palette in dieser Hinsicht weiter aufzufächern."
Bei all den Themen wie Komfort, Sicherheit oder Alternative Antriebe werde Ford in den kommenden Jahren weiterhin verstärkt an der emotionalen Seite der Marke arbeiten, so Bernhard Mattes: "Über die Performance-Fahrzeuge und über Vignale wollen wir uns ganz speziell weiterentwickeln, um die Marke Ford noch begehrenswerter zu machen."
Ralf Schütze / mid
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