MOTOR-EXCLUSIVE

Ralf Loweg - 23. Februar 2016, 15:45 Uhr MOTORSPORT

Motorrad-Märchen: Pinguine auf der Pole Position

Suzuki kommt rechtzeitig vor dem Auftakt der Motorrad-Weltmeisterschaft immer besser in Fahrt: Der Spanier Maverick Vinales erzielte bei den offiziellen Testfahrten auf Phillip Island in Australien die Bestzeit in der ''Königsklasse'' MotoGP.

Suzuki kommt rechtzeitig vor dem Auftakt der Motorrad-Weltmeisterschaft immer besser in Fahrt: Der Spanier Maverick Vinales erzielte bei den offiziellen Testfahrten auf Phillip Island in Australien die Bestzeit in der "Königsklasse" MotoGP. Auf seiner Suzuki GSX-RR ließ er die komplette Weltelite wie Weltmeister Jorge Lorenzo oder Motorrad-Legende Valentino Rossi hinter sich. Damit ist die Welt für den japanischen Hersteller wieder in Ordnung, nachdem bei den Tests zuvor noch nicht einmal der Sprung unter die Top Ten gelungen war. Anfang März stehen in Katar die letzten Testfahrten auf dem Programm, bevor am 20. März 2016 auf dem gleichen Kurs die neue Saison eröffnet wird.

"Ich fühlte mich wirklich wohl auf der GSX-RR", sagt Maverick Vinales. Die Bestzeit sei eine tolle Sache und zeige, dass man auf einem guten Weg ist. Doch der 21-Jährige will sich von den Testzeiten nicht täuschen lassen und bremst die Euphorie: "Wir müssen an unserem Entwicklungsplan festhalten, denn es gibt noch viel zu tun." Vor allem müsse man an der Elektronik arbeiten: "Da müssen wir noch Erfahrung sammeln."

Teammanager Davide Brivio nahm die technischen Fortschritte und die guten Rundenzeiten mit Erleichterung zur Kenntnis: "Abgesehen von den Rundenzeiten ist es sehr angenehm für uns, dass wir uns in jeder Trainingssitzung verbessern konnten. Die GSX-RR wird mehr und mehr konkurrenzfähig und von Mal zu Mal besser."

Phillip Island ist aber nicht nur wegen seiner Motorrad-Rennstrecke bekannt: In erster Linie kommen die Touristen aus aller Welt zur berühmten "Pinguin-Parade" auf das kleine Eiland etwa 200 Kilometer vor den Toren der Metropole Melbourne. Abend für Abend steigen die putzigen Tiere pünktlich aus dem Wasser und lassen sich dabei von den Urlaubern auf den vollbesetzten Tribünen bereitwillig fotografieren. Doch nicht nur in den Herzen der Touristen stehen die Pinguine auf der Pole Position. Auch die Motorrad-Rennfahrer schauen bei diesem Spektakel immer wieder gerne mal vorbei.

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Ralf Loweg am 23.02.2016, 15:45 Uhr veröffentlicht.