MOTOR-EXCLUSIVE

Michael Kirchberger - 18. Februar 2016, 14:50 Uhr SPECIALS

Opel GT Concept: Atemraubende Kurven und angenehme Charaktereigenschaften

Vor 51 Jahren zeigte Opel auf der IAA in Frankfurt einen Prototypen mit dem Namen Experimental GT. Daraus wurde, drei Jahre später und mit nur unwesentlich veränderten Formen, das Kultauto der Rüsselsheimer, der Opel GT. Auf dem Genfer Automobilsalon 2016 feiert nun ein später Nachfahr Premiere. Und der Opel GT Concept hat gute Chancen, ebenfalls zum Serienmodell zu werden.

Vor 51 Jahren zeigte Opel auf der IAA in Frankfurt einen Prototypen mit dem Namen Experimental GT. Daraus wurde, drei Jahre später und mit nur unwesentlich veränderten Formen, das Kultauto der Rüsselsheimer, der Opel GT. 1968 debütierte der schlanke Zweitürer als Serienfahrzeug, seine Silhouette erinnerte an den amerikanischen Sportwagen Corvette, sein Erfolg und die Begeisterung der autofahrenden Welt sicherten der Marke mit dem Blitz ruhmreiche Jahre.

Auf dem Genfer Automobilsalon 2016 feiert ein später Nachfahr Premiere. Der Opel GT Concept hat gute Chancen, ebenfalls zum Serienmodell zu werden, seine Formen zumindest finden mit langgestreckter Motorhaube und atemraubenden Kurven Gefallen. Das athletische Äußere harmoniert mit dem Innenraum, in dem klassische Sportwagenelemente mit einem futuristischen Bedienkonzept verschmelzen. Sportsitze bieten den nötigen Halt, Lenkrad und Pedalerie lassen sich elektrisch millimetergenau einstellen, darüber erlaubt ein Panoramadach den ungehinderten Blick in den Himmel.

Konsequenter Leichtbau senkt das Gewicht des GT Concept, der Zweitürer bringt weniger als 1.000 Kilogramm auf die Waage. Ein Armaturenträger aus gebürstetem Aluminium ist das auffälligste Merkmal der leichten Konstruktion. Er scheint schwerelos vor Fahrer und Beifahrer zu schweben, ist jedoch eine tragende Verbindung zwischen den schlanken A-Säulen der Frontscheibe. In die äußeren Aluminium-Luftdüsen sind runde Monitore eingelassen, die an Stelle der Außenspiegel die Fahrzeugumgebung anzeigen. Das Lenkrad mit seinem Lochspeichendesign ist eine Hommage an den legendären Opel GT aus den Sechzigern und Siebzigern.

Tasten und Knöpfe sind im Innenraum nicht notwendig, die Bedienung des zweitürigen Sportwagens erfolgt ausschließlich über Spracheingabe und ein zentral angeordnetes Touchpad. Human Machine Interface (HMI) heißt dieses Konzept, das als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine dient. Im GT Concept ist das adaptive System in der Lage, im Dialog mit dem Fahrer dessen Bedürfnisse zu erkennen. Aufgrund dieser Informationen wählt der Rechner beispielsweise die für den Augenblick passende Musik, die optimale Streckenführung oder die angenehmste Klimatisierung.

Die beiden klassisch anmutenden Rundinstrumente im Cockpit sind in Wahrheit Projektionsflächen, die von hinten in verschiedenen Farben beleuchtet werden und eine Vielzahl von Informationen dreidimensional darstellen können. Während die linke Fläche stets Drehzahl und Geschwindigkeit anzeigt, lässt sich das rechte Instrument mit individuellen Infos frei belegen.

Der GT Concept behält außerdem das Verkehrsgeschehen im seinem Umfeld im Blick, warnt etwa vor einem nachfolgenden Motorradfahrer. An Stelle der bislang üblichen Spiegel überwachen Kameras hinter den vorderen Radhäusern und am Heck, was neben und hinter dem GT Concept geschieht. Ein großer Bildschirm liefert außerdem alle weiteren relevanten Information zum Fahrzeug, Verkehrsgeschehen und zur Kommunikation. Mit dem adaptiven Opel-HMI nimmt so nicht nur ein mitteilsamer Freund, sondern auch ein zusätzlicher Schutzengel im GT Concept Platz.

Michael Kirchberger

Dieser Artikel aus der Kategorie SPECIALS wurde von Michael Kirchberger am 18.02.2016, 14:50 Uhr veröffentlicht.