Ralf Loweg - 16. Dezember 2015, 15:07 Uhr SERVICE
Abgas-Skandal: Der VW-Fahrplan steht
Es geht voran: Bei der Abarbeitung des Abgas-Skandals hat der Volkswagen-Konzern noch vor Weihnachten ein umfangreiches Paket geschnürt. Diese Abhilfe-Maßnahmen für die betroffenen EA189-Dieselmotoren mit 1,2, 1,6 und 2,0 Liter Hubraum hat das Deutsche Kraftfahrtzeug-Bundesamt (KBA) laut VW jetzt ''vollumfänglich bestätigt''.
Wie sieht der Maßnahmen-Katalog für die betroffenen Kunden im Detail aus? Die 1,2- und 2,0-Liter-Aggregate bekommen ein Software-Update. Die reine Arbeitszeit gibt VW mit knapp einer halbe Stunde an. Die 1,6-Liter-Motoren bekommen ebenfalls ein Software-Update. Dabei wird zusätzlich noch direkt vor dem Luftmassenmesser ein sogenannter "Strömungsgleichrichter" befestigt. Die Umsetzung beanspruche weniger als eine Stunde Arbeitszeit, betonen die VW-Experten.
Die gute Nachricht für alle betroffenen Kunden: Nach der Umsetzung der Maßnahmen erfüllen die Fahrzeuge die gültigen Abgasnormen, und das ohne Beeinträchtigung der Motorleistung, des Verbrauchs und der Fahrleistungen. Noch etwas verspricht der Autobauer: "Bis zur Durchführung der erforderlichen technischen Maßnahmen sind die Fahrzeuge weiter technisch sicher und fahrbereit und können deshalb uneingeschränkt im Straßenverkehr genutzt werden."
Wichtig für die Kunden: In einem ersten Brief werden die betroffenen Fahrzeughalter darüber in Kenntnis gesetzt, dass für ihren Pkw eine Rückrufmaßnahme vorgesehen ist. Dabei werden die Kunden auch gebeten, eine weitere schriftliche Information abzuwarten, bevor sie aktiv Kontakt zu einem Volkswagen-Partnerbetrieb aufnehmen. In einem zweiten Schreiben wird Volkswagen die betroffenen Kunden frühzeitig darum bitten, einen Termin zur Umsetzung der technischen Lösungen mit einem frei zu wählenden Partnerbetrieb zu vereinbaren.
Ab dem ersten Quartal 2016 sollen bei den betroffenen 2,0-Liter-Motoren die technischen Maßnahmen umgesetzt werden. Voraussichtlich zum Ende des 2. Quartals werden diese bei den betroffenen 1,2- Liter-Motoren vorgenommen. Ab 3. Quartal 2016, und damit zum Abschluss des Rückrufs, erfolgt die Umsetzung bei den betroffenen Fahrzeugen mit 1,6-Liter-Motor.
Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Ralf Loweg am 16.12.2015, 15:07 Uhr veröffentlicht.
