MOTOR-EXCLUSIVE

Ralf Loweg - 8. Dezember 2015, 14:06 Uhr SPECIALS

Alles autonom: Raumschiff Enterprise ohne Captain Kirk

In nicht allzu ferner Zukunft läuft bei der Fortbewegung alles autonom: Die Autoindustrie testet bereits seit geraumer Zeit Fahrzeuge, in denen der Mensch nur noch Passagier ist. Es wird nach Ansicht vieler Experten keine zehn Jahre mehr dauern bis ''intelligente'' Autos das Steuer selbst in die Hand nehmen. Und was kommt danach? Dann greift der Mensch selbstverständlich nach den Sternen.

In nicht allzu ferner Zukunft läuft bei der Fortbewegung alles autonom: Die Autoindustrie testet bereits seit geraumer Zeit Fahrzeuge, in denen der Mensch nur noch Passagier ist. Es wird nach Ansicht vieler Experten keine zehn Jahre mehr dauern bis "intelligente" Autos das Steuer selbst in die Hand nehmen. Und was kommt danach? Dann greift der Mensch selbstverständlich nach den Sternen. Da auf Mutter Erde die Rohstoffe immer knapper werden, könnte die Zukunft im Asteroiden-Bergbau liegen. Doch um die Rohstoffe schnell und unkompliziert abzubauen, sollte das Raumfahrzeug Entscheidungen alleine treffen und das in Echtzeit.

Für ihre Untersuchungen zu dem Thema erhielten die Forscherinnen Alena Probst und Graciela Gonzalez Peytaví an der Universität der Bundeswehr München das "Amelia Earhart Fellowship Award 2015" für Luft- und Raumfahrttechnik. Die Forscherinnen entwerfen in Kooperation mit der Universität Bremen ein autonomes Raumfahrzeug und planen seine Reise zum Asteroiden. "Wir verbinden die Selbstständigkeit von Mensch und Tier mit Maschinen", beschreibt Alena Probst das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik finanzierte Projekt. Mit einer speziellen Simulations-Software soll getestet werden, ob die Mission so funktionieren könnte, wie sich die Forscherinnen das vorgestellt haben.

Ausschlaggebend bei der Konstruktion des autonomen Raumschiffs sind das Gewicht und die damit verbundenen Kosten sowie die Energieversorgung der technischen Geräte an Bord. Das Raumschiff muss vor dem Start über das nötige Hintergrundwissen verfügen, um beispielsweise defekte Systeme reparieren zu können. Auf dem Weg zum Asteroiden soll es dann auf plötzlich auftretende Störungen umgehend reagieren und ihnen ausweichen können. "Die Konzepte sind da", sagt Alena Probst. Im nächsten Schritt müssten sie in Experimenten bewiesen werden.

Noch liest sich das wie ein Drehbuch für einen neuen Science-Fiction-Film aus der Traumfabrik Hollywood. Doch wer weiß: Sollten die Forscherinnen Erfolg haben, wird am Ende noch der weltberühmte Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise arbeitslos.

Dieser Artikel aus der Kategorie SPECIALS wurde von Ralf Loweg am 08.12.2015, 14:06 Uhr veröffentlicht.