MOTOR-EXCLUSIVE

Lars Wallerang - 4. Dezember 2015 SERVICE

Bis acht ist Stoßzeit im Straßenverkehr

Zwischen sieben und acht Uhr morgens passieren auf deutschen Straßen die meisten Verkehrsunfälle. Laut einer Erhebung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) kracht es in der morgendlichen Rush Hour fast doppelt so oft wie in der Stunde davor und danach.


Zwischen sieben und acht Uhr morgens passieren auf deutschen Straßen die meisten Verkehrsunfälle. Laut einer Erhebung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) kracht es in der morgendlichen Rush Hour fast doppelt so oft wie in der Stunde davor und danach. Im Verlauf des Jahres 2014 addierte sich die Unfallzahl zur jeweiligen Stunde des stärksten Berufsverkehrs auf 3.200 Crashs.

"Diese Unfallhäufung hat natürlich damit zu tun, dass zu dieser Zeit besonders viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit sind und unterwegs viel los ist", erklärt Lars Welk, Mobilitäts-Experte der Berufsgenossenschaft. Gerade im dichten Verkehr sei besondere Vorsicht geboten. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich das individuelle Unfallrisiko bereits reduzieren. Das fängt damit an, morgens rechtzeitig aufzustehen beziehungsweise stets genügend Zeit einzuplanen. Wer in Ruhe in den Tag startet, ist sicherer unterwegs als derjenige, der abgehetzt ins Auto steigt.

Und Augen auf: An Kreuzungen und Einbiegungen ist besondere Vorsicht geboten. Dort passieren innerorts die meisten Unfälle, erklären die Experten. Das Unfallrisiko lässt sich durch ausreichendes Abstandhalten reduzieren. Und natürlich gilt am Steuer: Finger weg vom Smartphone. Nur mal schnell telefonisch etwas klären, eine SMS schreiben oder der WhatsApp-Gruppe antworten, kann im Straßenverkehr schnell schiefgehen. Bereits seit 2001 darf während des Autofahrens nur mit einer Freisprecheinrichtung telefoniert werden. Noch besser ist es, erst die Fahrt zu beenden oder in eiligen Fällen eine kurze Pause einlegen und abseits des Straßenverkehrs zum Mobiltelefon zu greifen.

Auf die eigene Sichtbarkeit zu achten, kann ebenfalls einen Unfall verhindern. Das gilt für alle Gruppen im Verkehr. "Wer mit dem Auto oder dem Rad unterwegs ist, fährt am besten auch am Tag mit Licht", raten die Experten. Auf dem Rad empfiehlt sich zudem das Tragen großflächiger Reflektoren - gerade in der dunklen Jahreszeit. Und falls es trotzdem einmal krachen sollte, ist eine gesetzliche Unfallversicherung hilfreich. Denn Unfälle auf dem Weg zur Arbeit oder zurück nach Hause fallen ebenso unter den Versicherungsschutz wie Unfälle während der Berufstätigkeit selbst.

Dieser Artikel aus der Kategorie SERVICE wurde von Lars Wallerang am 04.12.2015 veröffentlicht.