Hanne Lübbehüsen/SP-X - 3. Dezember 2015, 09:24 Uhr SPECIALS
Wiederauferstehung des Autobauers aus Dülmen - Wiesmann kommt zurück
Moderne Technik unter barocken Retro-Formen: Wiesmann-Sportwagen waren so selten wie leistungsstark. Und sind es wahrscheinlich auch bald wieder.
Vorbehaltlich einer positiven Entscheidung werden künftig am bisherigen Standort Dülmen nach der Betriebsstillegung 2014 wieder Wiesmann-Sportwagen gebaut. Außer der nicht genannten Kaufsumme wollen die Investoren, die Brüder Roheen und Sahir Berry, in den kommenden Jahren einen achtstelligen Betrag in Entwicklung und Produktion investieren, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Neben einer Verbesserung der internen Produktions- und Einkaufsprozesse sollen die Fahrzeuge wesentlich intensiver international vermarktet werden.
Über Jahre galt Wiesmann als Beispiel für einen erfolgreichen Kleinserienhersteller. Seit 1993 baute die Manufaktur edle Sportwagen mit moderner Technik - unter dem Blech arbeiteten PS-starke BMW-Motoren - und barockem Retro-Design. Die Preise für die Basisversionen der Coupés und Roadster begannen zuletzt jenseits der 100.000 Euro.
Auch künftig wolle man wieder vorzugsweise auf Antriebstechnik von BMW setzen, heißt es vom Unternehmen. 250 bis 300 Fahrzeuge pro Jahr will die neue Wiesmann Automotive GmbH mittelfristig verkaufen. Um neue Märkte zu erschließen sollen auch rechtsgelenkte Versionen produziert werden. Künftig werde es auch wieder Fahrevents für Wiesmann-Fahrer geben, kündigte Roheen Berry an.
Dieser Artikel aus der Kategorie SPECIALS wurde von Hanne Lübbehüsen/SP-X am 03.12.2015, 09:24 Uhr veröffentlicht.
