MOTOR-EXCLUSIVE

Ralf Loweg - 1. Dezember 2015, 12:23 Uhr MOTORSPORT

Formel E contra Denkmalschutz

Eigentlich kommt die Formel E auf leisen Sohlen daher und ohne Schadstoffe über die Runden. Doch einigen Denkmalschützern in London ist das noch nicht genug. Sie wollen die Rennserie mit rein elektrischen Autos nicht in ihrer Stadt haben.


Eigentlich kommt die Formel E auf leisen Sohlen daher und ohne Schadstoffe über die Runden. Doch einigen Denkmalschützern in London ist das noch nicht genug. Sie wollen die Rennserie mit rein elektrischen Autos nicht in ihrer Stadt haben. Und deshalb war die Austragung des Saisonfinales 2016 in der englischen Hauptstadt lange Zeit gefährdet. Doch jetzt haben die Stadträte ein Machtwort gesprochen und "grünes Licht" für die beiden Rennen im Battersea-Park in London gegeben.

Unter dem Vorsitz des konservativen Ratsmitglieds Kim Caddy, deren Partei acht der zwölf Sitze im Sitze im Stadtteilrat hält, stimmte das Komitee mit 7:4 für die Beibehaltung der Veranstaltung, die am 2. und 3. Juli 2016 ausgetragen wird. Da die Sperrklausel damit entfällt, ist nach Informationen des Internetportals motorsport-total.com auch die Austragung 2017 gesichert.

Das dürfte auch das Abt-Team freuen. Denn der einzige deutsche Rennstall in der Formel E will in dieser Saison zusammen mit Technikpartner Schaeffler den Titel gewinnen und diese Trophäe natürlich in London in den Händen halten. Und da sieht es im Augenblick gar nicht schlecht aus: Der Brasilianer Lucas di Grassi führt in seinem "Abt-Schaeffler FE01" die Fahrer-Wertung nach den ersten beiden Saisonrennen an. Die nächste Veranstaltung findet am 19. Dezember in Punta del Esta in Uruguay statt.

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Ralf Loweg am 01.12.2015, 12:23 Uhr veröffentlicht.