Ralf Loweg - 17. November 2015, 16:05 Uhr SPECIALS
Dodge Viper: Eine automobile Legende vor dem Aus
Wenn es um die nackten Verkaufszahlen geht, ist der legendäre Supersportwagen Dodge Viper kein Renner. Und deshalb zieht der Autokonzern Fiat-Chrysler jetzt die Notbremse und stellt die Produktion 2017 ein.
Der Niedergang in Zahlen: Im Debütjahr 2013 fanden sich 591 Käufer für die SRT Viper, und in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 wurden gerade einmal 91 dieser rassigen Sportwagen verkauft. Als Reaktion auf diesen schwachen Absatz wurden die Bänder am Produktionsstandort Conner Avenue in Detroit bereits vom 14. April 2014 bis zum 23. Juni 2014 angehalten. Im Gesamtjahr 2014 kam die Viper auf einen Absatz von 760 Fahrzeugen weltweit. Doch das dürfte die Chrysler-Strategen eigentlich nicht überrascht haben. Denn Die Viper war schließlich noch nie ein Massenprodukt, sondern immer etwas Besonderes, fast schon ein Exot unter den spektakulären Sportwagen. In der gesamten 20 Jahre langen Bauzeit der Viper sind laut Chrysler insgesamt knapp 29.000 Exemplare entstanden.
Was aber ist dann der Grund für das "Sterben" der Viper? Die Marktbeobachter begründen den Nachfrage-Einbruch mit dem Wettbewerb durch die neue Chevrolet Corvette, die den Kunden ein ähnliches Leistungsniveau zu deutlich günstigeren Preisen bietet. Eine SRT Viper kostet umgerechnet knapp 90.000 Euro, die Corvette gibt es für fast 20.000 Euro weniger. Zudem scharren mit dem Ford Mustang Shelby Super Snake und dem Dodge Challenger Hellcat weitere günstigere Rivalen mit den Hufen.
Und so wird der mächtige V10-Motor ausgerechnet zum 25. Geburtstag der Viper wohl für immer sein Leben aushauchen. Denn ein Nachfolger ist derzeit nicht geplant. Also weinen um die Viper.
Dieser Artikel aus der Kategorie SPECIALS wurde von Ralf Loweg am 17.11.2015, 16:05 Uhr veröffentlicht.
