MOTOR-EXCLUSIVE

Hanne Lübbehüsen/SP-X - 30. Oktober 2015, 12:22 Uhr NEWS

5x wichtige Assistenzsysteme - Diese Helferlein sollte man hinzu buchen

Moderne Autos können den Fahrer in vielerlei Hinsicht unterstützen - wenn er sie denn lässt. Beispiele für fünf sinnvolle Assistenzsysteme.

Das Argument ,,Ich bin ein guter Autofahrer, ich brauche so etwas nicht", wird im Zusammenhang mit Assistenzsystemen gern genannt. Dabei ist doch jeder Mal müde, abgelenkt oder anderweitig unaufmerksam - und insgeheim froh, wenn ihm ein Assistent die Arbeit abnimmt. Dafür muss der Käufer bei der Neuwagen-Konfiguration natürlich die entsprechenden Häkchen setzen. Fünf Beispiele für sehr sinnvolle Assistenzsysteme, die gar nicht unbedingt teuer sein müssen.

Adaptiver Tempomat: Die Adaptive Cruise Control (ACC) genannte Funktion (ca. 600 Euro beim VW Golf) hält nicht nur die Geschwindigkeit wie ein Tempomat, sondern auch den vorgegebenen Abstand zum Vordermann, mithilfe von Radar-, Lidar- und/oder Kamerasensoren. Bremst der Vordermann, verzögert auch das eigene Fahrzeug, ebenso fährt es automatisch schneller. Die aufwendigsten heutigen Systeme können im Stop-and-Go-Verkehr auch selbstständig wieder anfahren. Neben mehr Komfort bringt der Abstands-Tempomat einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn.

Fernlicht-Assistent: Ist der Fernlicht-Assistent eingeschaltet, blendet das Auto je nach Verkehrssituation selbstständig ab und wieder auf. Diese relativ einfachen Systeme gibt es ab etwa 150 Euro. Voraussetzung ist eine Frontkamera, die entgegenkommende Autos und Motorräder ebenso wie vorausfahrende Fahrzeuge erkennt. Bei den aufwendigeren, adaptiven Systemen bleibt das Fernlicht selbst in diesen Situationen an und sorgt für gute Ausleuchtung. Nur in dem Bereich, wo das Licht andere Verkehrsteilnehmer stören könnte, wird ausgeblendet.

Notbrems-Assistent: Aktive Notbrems-Assistenten erkennen mit Hilfe von Sensoren (Radar, Kamera) eine kritische Situation, zum Beispiel einen drohenden Auffahrunfall mit dem Vordermann. Sie warnen den Fahrer (optisch, akustisch, Bremsruck), reagiert er nicht, leiten sie eine Notbremsung ein. Je nach Hersteller und Fahrzeugklasse sind die Systeme bereits Serie oder können für wenige hundert Euro hinzu gebucht werden. Die aufwendigsten Systeme, zum Beispiel von Volvo, Mercedes oder Lexus erkennen Fußgänger auf Kollisionskurs und bremsen selbstständig.

Totwinkel-Assistent: Das System, auch Blind-Spot-Assist genannt (ca. 400 Euro beim VW Golf) überwacht den sogenannten ,,Toten Winkel", also jenen Bereich, den der Fahrer über die Spiegel nicht einsehen kann. Nähert sich hier ein Fahrzeug, zeigt es der Assistent an, meist über ein Lämpchen im Außenspiegel. Setzt der Fahrer trotzdem zum Spurwechsel an, wird er vor einer drohenden Kollision gewarnt, meist optisch, akustisch und/oder durch Vibrationen im Lenkrad.

Einpark-Assistent: Es gibt verschiedene Systeme - von der Rückfahrkamera, die zeigt, wie das Fahrzeug mit dem jeweils aktuellen Lenkrad-Einschlag in die Lücke steuern würde bis zu Systemen, die im Vorbeifahren den Parkplatz vermessen und dann den Wagen selbstständig in die Lücke zirkeln, der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen. Sie sind bereits ab einigen hundert Euro erhältlich.

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