Walther Wuttke (vm) - 31. August 2015, 13:14 Uhr NEWS
Auto-Namen: Aus Alt wird Neu
Bei der Suche nach erfolgreichen Typenbezeichnungen nehmen Hersteller Anleihen in der Vergangenheit. Vor allem in Detroit kommen Nostalgie-Freunde auf ihre Kosten.
In den USA scheinen sich die Verantwortlichen in Detroit und Umgebung auch auf eine nostalgische Reise durch die eigene Geschichte zu begeben, wenn es um die Bezeichnung neuer Modelle geht, wobei die bewährten Bezeichnungen nicht unbedingt das einlösen, was sich die Marketing-Experten von ihrer Wahl versprechen. Während der wiederbelebte Chevrolet Camaro auf Anhieb erfolgreich war, konnte der neu aufgelegte Ford Thunderbird nicht überzeugen und brachte es nie auf die erwarteten Stückzahlen. Bei General Motors konnte die Neuauflage des Pontiac GTO ebenfalls nie an seine erfolgreichen Zeiten anschließen.
Doch in den kommenden Jahren, so Branchenbeobachter in Detroit, werden einige auch in Europa bekannte Bezeichnungen zurückkehren. So werden bei General Motors die beiden Pickups Colorado und Canyon nach einer kurzen Pause in die Modellpalette zurückkommen. Ford hingegen griff tief ins Archiv und wird den Bronco wiederbeleben, der zu Beginn der SUV-Welle erfolgreich unterwegs war. Der neue Bronco soll sich die Plattform mit dem mittelgroßen Pickup Ranger teilen, der in den USA ebenfalls vor seinem Comeback steht.
Chrysler spielt bei diesem Namens-Roulette eine Pionierrolle und hat mit Dodge Charger und Challenger gleichzeitig auch die Muscle Cars in die Modell-Palette zurückgeholt. Als nächstes Nostalgie-Modell könnte der Baracuda folgen, der einst der inzwischen gestrichenen Konzernmarke Plymouth zu Glanz verhalf. Der "Cuda" war zu seinen Zeiten der Traum der Collegeboys. Falls die Baureihe tatsächlich neu belebt wird, müsste sie wahrscheinlich als Dodge zu den Händlern rollen.
Bei Jeep steht angeblich der Grand Wagoneer vor einem Neustart. Das von 1963 bis 1991 weitegehend unverändert gebaute Modell galt zu seiner Zeit als der luxuriöseste Allradler seiner Zeit und als Vorbild für die aktuellen SUV-Modelle. Inzwischen muss Jeep einiges unternehmen, um die von den Mitbewerbern geschaffenen und geschlossenen Nischen zu besetzen. Der Grand Wagoneer soll als Konkurrent für Modelle wie den Mercedes GL antreten.
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