MOTOR-EXCLUSIVE

Tim Westermann - 13. Juni 2015, 19:25 Uhr MOTORSPORT

Le Mans 2015: Porsche dominiert vom Start weg

14:59 Uhr Ortszeit Le Mans, am Himmel fliegt eine Kunstflugstaffel der französischen Luftwaffe und malt die französische Tricolore in die Luft.

14:59 Uhr Ortszeit Le Mans, am Himmel fliegt eine Kunstflugstaffel der französischen Luftwaffe und malt die französische Tricolore in die Luft. Auf dem Startturm steht Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande mit der Startflagge in der Hand und wartet auf das Starterfeld. Mit einem gewaltigen Grollen nähert sich das Feld der Ford-Schikane vor Start und Ziel. Nur wenige Sekunden später fällt unter dem Jubel der 260 000 Zuschauer die Flagge und die Schlacht beginnt. Oder wie es Porsche-Pilot Richard Lietz (919 Hybrid) ausdrückt: ,,Jetzt fahren wir mal 20 Stunden und dann beginnt das Rennen."

Bremsstaub, Duft von Kupplungen, brüllende V8-Motoren - nebenher kreischende Ferrari 458 GT und dumpfer Grummeln aus den sechszylindrigen Porsche GT der Baureihe 911. Es ist die Kulisse und der Klang, die aus Le Mans den Mythos machen. Le Mans ist nicht einfach nur ein Rennen. Nein. Es ist mehr als das. ,,Rennen fahren ist leben - die Zeit dazwischen ist bloß warten", sagte schon Steve McQueen im legendären Film-Klassiker ,,Le Mans".

Der Schauspieler hat Recht behalten. Die 2015er-Auflage des Langstreckenklassikers liefert drei Stunden nach dem Start den Krimi, den alle erwartet haben. Porsche behauptet die Führung. Audi folgt auf Platz vier, fünf und sechs. Was jeder erwartet hat: Die Schlacht zwischen Volkswagens Töchtern ist in vollem Gange. Lediglich Sekunden trennen beide Teams voneinander. VW-Boss Martin Winterkorn, ist persönlich vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Schließlich kämpfen zwei Marken von Europas größtem Automobilhersteller um die Vorherrschaft im Langstreckenrennsport.

Nun steht die Nacht vor der Tür. Die Laserlichter der Audi-Ptototypen schneiden durch die Dunkelheit auf der berüchtigten Hunaudières-Geraden. Bevor hier die zwei Schikanen integriert wurden erreichten die Prototypen - allen voran die legendären Porsche 917 - bis zu 400 km/h und mehr. Heute wird ein Tempo von rund 320 km/h angeschlagen. Dennoch bleibt es spannend und aufregend. Die meisten Unfälle bei Langstreckenrennen passieren kurz vor Sonnenaufgang. (ampnet/tw)

Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Tim Westermann am 13.06.2015, 19:25 Uhr veröffentlicht.