Patrick Broich/SP-X - 3. März 2015, 17:05 Uhr NEWS
Leistungsstarke Alltagsautos - Power für Kompakte
In Genf bekommen nicht nur Superreiche viel Power gegen teilweise absurd anmutende Entgelte geboten, auch mit einem überschaubaren Budget gibt es Fahrspaß genug. Zahlreiche kompakte Sportler feiern auf dem Automobilsalon 2015 Europa- oder Weltpremiere.
Dabei geizen die unteren Mittelklässler nicht mit Superlativen und sind, obwohl eigentlich in einem Vernunft-Segment antretend, alles andere als Spaßbremsen. So leistet der zwei Liter große Turbomotor des Civic Type R stolze 228 kW/310 PS. Honda beendet mit ihm eine lange Ära der Hochdrehzahlkonzepte. Als Endgeschwindigkeit nennt der Hersteller 270 km/h und verzichtet damit auf die von den anderen Herstellern meist noch geübte freiwillige Selbstbeschränkung des Höchsttempos auf 250 km/h.
Auch Ford bedient sich beim Focus RS der Aufladung, gönnt dem jetzt mit Allradantrieb anrollenden Kompakten aber immerhin 2,3 Liter Hubraum - es handelt sich dabei um den Mustang-Motor. Der potenteste Focus leistet 235 kW/320 PS und ist gebaut, um wahlreise auf kurviger Landstraße oder auf der Rennstrecke zu wildern.
Im Gegensatz zu den optisch extrovertierten Angeboten Civic Type R und Focus RS rollt der ähnlich potente Audi RS3 geradezu dezent an. Alleine die typischen, ovalen Endrohre dürften auch dem Nicht-Kenner auffallen - ansonsten mutet der Sportback nachgerade zurückhaltend an. Downsizing ist bei den RS-Modellen aus Ingolstadt kein Thema, da macht auch die kleinste Ausführung keine Ausnahme. So gibt es wie schon beim Vorgänger fünf Zylinder und der Motor braucht keinen elektronischen Soundgenerator, um ansprechend zu klingen. Und mit 270 kW/367 PS heizt der 2,5 Liter große Turbo dem Allradler so richtig ein. Ähnlich wie der Civic rennt er auf Wunsch schneller als 250 km/h - erst bei 280 Sachen lässt der Schub dann nach.
Ein bisschen milder geht das Sondermodell Skoda Octavia RS 230 mit wie der Name schon andeutet 169 kW/230 PS zur Sache. Dennoch erreicht der markant aussehende Tscheche, der dem Kompaktsegment bereits entwachsen ist, ansehnliche Fahrleistungen und soll binnen 6,7 Sekunden auf Landstraßentempo beschleunigen. Den Topspeed gibt Skoda mit 250 km/h an, was ihn zum bisher schnellsten Markenvertreter avancieren lässt. Schade, dass die Schweizer diese Eigenschaft auf heimischen Geläuf nicht legal ausprobieren dürfen. Und gut, dass die deutsche Grenze nie allzu weit entfernt liegt.
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