der Redaktion - 5. Januar 2015, 11:45 Uhr SPECIALS
Audi unternimmt pilotierte Langstreckenfahrt
Zur morgen beginnenden Elektronikmesse CES 2015 (Consumer Electronics Show) in Las Vegas hat Audi eine Langstreckentestfahrt mit dem A7 Piloted Driving Concept gestartet.
Der teilweise autonom fahrende Erprobungsträger nutzt unterschiedliche Seriensensoren beziehungsweise seriennahe Sensoren. Die Long-Range Radarsensoren der Adaptive Cruise Control (ACC) und des Audi Side Assist (ASA) überwachen die Bereiche vor und hinter dem Auto. Je zwei Mid-Range-Radarsensoren an Front und Heck, nach links und rechts gerichtet, ergänzen die 360-Grad-Rundumsicht. Im Kühlergrill und in der Heckschürze arbeiten Laserscanner. Sie liefern redundante Informationen zur Detailerkennung statischer und dynamischer Objekte während der pilotierten Fahrt. Ihre Technik ist bereits seriennah und berücksichtigt also auch die wirtschaftlichen Aspekte eines künftigen Serieneinsatzes. Eine hochauflösende 3D-Videokamera, ein Ausblick auf die künftige Geräte-Generation im neuen Audi Q7, blickt in einem weiten Winkel nach vorne. Vier kleine Kameras an der Front und am Heck beobachten die nahe Umgebung. Für die generelle Orientierung dienen Navigationsdaten.
Rechtzeitig, bevor das System für pilotiertes Fahren an seine aktuellen Grenzen stößt, etwa in Stadtgebieten, fordert es den Fahrer aus Sicherheitsgründen auf, das Auto wieder zu übernehmen. Mehrere Hinweissignale wirken dabei zusammen: farbige LEDs in der Windschutzscheibenwurzel, Anzeigen im Fahrerinformationssystem und einem speziellen Display, dem Central Status Indicator (CSI), sowie eine akustische Übernahmeaufforderung. Sollte der Fahrer alle diese Signale ignorieren, aktiviert das System das Warnblinklicht und bringt das Auto in einen Zustand minimalen Risikos. Meist ist das der Stillstand am rechten Fahrbahnrand.
Das Training für die Journalisten, die als Testfahrer an der 550-Meilen-Langstreckenfahrt teilnehmen, fand vor einigen Wochen auf der Volkswagen-Teststrecke in Arizona statt. Auf der Tour von der Westküste nach Las Vegas wechseln sich die Fahrer nach etwa 100 Meilen am Steuer ab. Zur Absicherung begleitet ein Profi-Testfahrer von Audi die Fahrt auf dem Beifahrersitz. (ampnet/jri)
Dieser Artikel aus der Kategorie SPECIALS wurde von der Redaktion am 05.01.2015, 11:45 Uhr veröffentlicht.
