Tim Westermann - 14. Juni 2014, 19:57 Uhr MOTORSPORT
Le Mans 2014: Dreikampf der Systeme
16 Siege gegen zwölf Titel.
Toyota tritt mit einem V-8-Hybrid-Renner an und setzte in der Qualifikation die Bestzeit. Damit sicherten sich die Japaner die prestigeträchtige Pole-Position für die ,,24 Heures du Mans" die am Sonnabend um 15 Uhr starten. Bei einem Langstreckenrennen ist der erste Startplatz zwar nur von untergeordneter Rolle, denn in 24 Stunden kann viel passieren, aber doch ist es ein Zeichen für die Schnelligkeit der Toyota.
Mehr als drei Zehntel Sekunden trennen den zweitplatzierten Porsche 919 Hybrid (Dumas, Jani, Lieb) von Startplatz Eins. Da es sich bei den 24 Stunden von Le Mans allerdings um ein Grand-Prix-Rennen handelt, wird von Beginn bis zum Ende am Limit und darüber hinaus gefahren. Im Prinzip ist es ein ,,Rennen, das im Ganzen einer kompletten Formel-1-Saison entspricht", erklärt Audi-Teamchef Wolfgang Ulrich. Die Le Mans Prototypen müssen über die gesamte Distanz halten. Einfach mal einen Motor tauschen geht nicht. Jeder kleine Fehler oder Defekt der in der Box behoben werden muss, kostet wertvolle Sekunden und kann eine Mannschaft weit zurückwerfen. Oftmals trennen nach 24 Stunden gerade mal 20 Sekunden den Sieger vom Rest des Feldes.
Herzschlagfinale sind in Le Mans an der Tagesordnung. Nervenaufreibende Szenen spielten sich in den vergangenen Jahren ab. Nun warten die rund 300 000 Fans auf den Showdown der drei großen Werksteams. (ampnet/tw)
Dieser Artikel aus der Kategorie MOTORSPORT wurde von Tim Westermann am 14.06.2014, 19:57 Uhr veröffentlicht.
